Studie

Trau, schau, wem? Apps am besten mit "Social Proof"

Ein Artikel von red | 10.01.2022 - 13:23

Beim Download oder Kauf von Apps für das Smartphone vertrauen rund ein Viertel der Smartphone-Nutzer auf Empfehlungen durch Freunde. Zudem werden Apps immer häufiger dafür genutzt, um Tarife, Verträge oder Abonnements zu organisieren. Beliebt sind dabei aktuell vor allem Apps für das Handling der Versicherung oder das Banking. 

Das sind die wichtigsten Ergebnisse des 2. Fraenk App Radars, der auf einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey basiert. Befragt wurden bundesweit 5.000 Personen in allen Altersgruppen im November 2021. Die Umfrage gibt einen Einblick in die App-Nutzung, zeigt App-Potenziale auf und prognostiziert, in welchen Branchen Apps noch stärker nachgefragt werden. 

Digitale Anwendungen wie Apps werden beim Handling von Tarifen wichtiger

Apps auf dem Smartphone werden bei der Organisation von Tarifen, Verträgen oder Abonnements wichtiger. 7,4 Prozent der Befragten gaben an, dafür eine App zu nutzen – eine leichte Steigerung im Vergleich zum Vorjahr (6,4 %). Auch Online-Portale können ihren Anteil leicht ausbauen (von 7,2 % auf 9,8 %). Der PC bzw. der Computer wird von 39,2 Prozent als digitale Ablage genutzt (Vorjahr: 39,3 %). Am beliebtesten ist mit 59,3 Prozent nach wie vor der klassische Ordner oder die Papierablage – verliert im Vergleich zum Vorjahr aber deutlich an Zustimmung (67,8 %).

Apps für Versicherung und Banking auf Platz 1, Mobilität auf Platz 2

Aktuell werden Apps vor allem für das Handling der eigenen Versicherung und für das Banking genutzt und springen damit – nach Platz 2 im Vorjahr – neu auf den 1. Rang. 43,7 Prozent der Befragten gaben im Rahmen des 2. fraenk App Radars an, für das Banking oder die Versicherung Apps auf dem Smartphone zu nutzen (Vorjahr: 42,5 %). Apps, mit denen die Mobilität (Ticketing, Verbindungen, Sharing) organisiert werden kann, sind nach wie vor hoch im Kurs (41,1 %), können den Vorjahreswert aber nicht halten (44,9%) – und rutschen damit auf Platz 2 im Gesamtranking. Auch für Medien/Weiterbildung, das Smart Home und die Organisation der Energieversorgung werden Apps stärker eingesetzt. Für Shopping und Lieferservices, Gesundheit und Fitness sowie Telekommunikation und Mobilfunk halten Apps das hohe Vorjahresniveau.

Der Fokus des Fraenk App Radars liegt aber nicht nur auf der Bestandsaufnahme der aktuellen App-Nutzung, sondern auch auf der Frage, welche Branchen mittelfristig ein hohes App-Potenzial aufweisen. Entscheidend hierfür waren die Antworten auf die Frage, ob sich die Nutzer vorstellen können, für bestimmte Anwendungen zukünftig nur noch eine App auf dem Smartphone zu verwenden. Die große Zustimmung aus dem Vorjahr hat sich dabei bestätigt – aber leicht verschoben. Denn auch hier wurde der Spitzenreiter aus dem Vorjahr (Mobilität) von Versicherungs-Apps abgelöst. 36,0 Prozent können sich demnach vorstellen, für das Handling der Versicherung zukünftig nur noch eine App zu verwenden (Vorjahr: 35,7 %) – der höchste Zustimmungswert im branchenübergreifenden Vergleich.