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Managed Kubernetes für die Versicherungsbranche

Ein Artikel von Peter Kronfeld, Fachredakteur | 08.08.2019 - 09:43
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Stefan Keller, Chief Marketing Officer bei noris network © noris network AG

Gute Erreichbarkeit auf allen Kanälen, einfache Abwicklung von Standardvorgängen, Unterstützung für Kundenbetreuer, vielleicht der Einsatz von KI – die größten Potenziale für die Verbesserung von Kundenbetreuung und Prozessen liegen in intelligenten IT-Lösungen. Die Software dafür wird zunehmend agil ­entwickelt: Nicht nur ihr Zweck ist Service, auch ihre Softwarearchitektur wird „serviceorientiert“ als Kopplung vieler Microservices aufgebaut. Die agile Entwicklung und Bereitstellung neuer Dienste verlangt jedoch auch einen ­extrem flexiblen IT-Betrieb. So kann das Zuschalten neuer Funktionen den Bedarf an Speicher, Rechenkapazität oder Bandbreitenbedarf explodieren lassen. Für viele Experten ist klar: Die hier geforderte Flexibilität und Dynamik ist die große Stärke sogenannter Cloud-Native-Lösungen, die mit Containervirtualisierung arbeiten. Die Aufteilung in Microservices macht Cloud-Native-Anwendungen extrem flexibel, funktional einfach zu erweitern, zuverlässig und hochskalierbar. Microservices lassen sich über Container virtualisieren. Kubernetes (von Griechisch κυβερνήτης Steuermann) übernimmt dann die Orchestrierung, also die bedarfsgerechte, hochautomatisierte Bereitstellung und Skalierung. 

Hyperscaler PaaS?

Denkt man an Cloud-Native-Systeme, wollen viele Verantwortliche fast instinktiv die notwendigen Ressourcen bei einem der amerikanischen Internetriesen mieten. Doch auch abgesehen von Datenschutzbedenken ist dies nicht unbedingt die richtige Lösung. Warum? Versicherungsunternehmen starten ihre IT-Entwicklung nicht bei null. Die Migration in die Cloud ist für Versicherungsunternehmen daher mit hohen Hürden verbunden: Zahlreiche Legacy-Systeme können (und sollen) aus technischen oder (weitaus häufiger) aus wirtschaftlichen Gründen nicht migriert werden. Die Daten dieser Legacy-Anwendungen müssen aber den Cloud-Anwendungen zur Verfügung gestellt werden. Das Ergebnis sind hybride Infrastrukturen mit ganz eigenen Anforderungen an Infrastruktur und Betrieb. Wer bei dieser Migration Unterstützung sucht, braucht Dienstleister, die in beiden Welten – Cloud Native und klassische IT – zu Hause sind. 

Einen Lösungsansatz bietet jetzt Rechenzentrumsbetreiber noris network. Die IT-Spezialisten sind seit Jahren für zahlreiche Banken und Versicherungen tätig und auf deren Sicherheits- und Zertifizierungsanforderungen eingerichtet. So kann noris network unter anderem Zertifikate nach DIN EN 50600, VdS 3406, ISO 20000-1 und ISO/IEC 27001 auf Basis von IT-Grundschutz des BSI vorweisen. 

Die Nürnberger haben mit einem Managed-Kubernetes-Cluster den „Unterbau“ für eine Cloud-Native- und Microservice-Architektur aufgebaut, die in deutschen Hochsicherheitsrechenzentren betrieben wird. Zugleich hostet der Dienstleister klassische IT-Systeme und bietet Hilfe bei der Realisierung hybrider Lösungen. Die IT-Teams der Kunden können sich beim Betrieb der Cloud-Native-Anwendungen, der Test- und Deployment-Automatisierung oder der Anbindung klassischer IT-Systeme durch DevOps-Teams und über eine Vielzahl von Managed ­Services unterstützen lassen. 

Managed Kubernetes

Bei Cloud-Native-Applikationen werden die Container auf der PaaS-Plattform (Platform as a Service) von noris network mithilfe eines Managed-Kubernetes-Clusters orchestriert. Damit können die containerisierten Microservices automatisiert bereitgestellt, skaliert und verwaltet werden. noris network betreibt mit dem Managed-Kubernetes-Cluster Microservice-Architekturen in seiner OpenStack-Farm oder auch auf Basis von VMware. 

Dabei haben Kunden die Wahl, ob sie eine Public-Cloud-Umgebung oder eine Private Cloud mit dedizierten Systemen nutzen wollen. Kubernetes stellt hierbei Services wie Selbstheilung, automatische horizontale Skalierung und Rolling Releases zur Verfügung. „Managed“ heißt auch, dass Kubernetes nicht nur zur Nutzung bereitgestellt wird, sondern dass noris network das Monitoring 24/7 übernimmt, sich um Updates und Patches kümmert sowie um Major-Release-Updates der Software. Wichtig sind dabei auch die Beratung zum Design und die Begleitung bei der Umsetzung und Integration der Kubernetes-Lösung.

„Wir sind als Betreiber von Hochsicherheitsrechenzentren sowie als Infrastruktur und Managed Service Provider seit Jahrzehnten Partner der Finanz- und Versicherungsbranche. Wir beobachten täglich, wie groß der Aufwand ist, klassische IT in flexible und skalierbare Cloud-­Lösungen zu überführen und dabei die besonderen Sicherheits- und Datenschutzanforderungen der Branche einzuhalten“, erläutert Stefan Keller, Chief Marketing Officer bei noris network. 

„Mit unserer Dienstleistung Managed Kubernetes stellen wir eine Plattform bereit, die diese Fragestellungen adressiert und Kubernetes mit den notwendigen Modulen bereitstellt, um den Anforderungen in der Versicherungsbranche gerecht zu werden. Diese Plattform gibt Entwicklern eine Lösung an die Hand, die übliche Herausforderungen wie nachweisbarer rechtskonformer Betrieb, Netzwerksicherheit oder Archivierung out of the box beantwortet. Sie können sofort auf einer hochskalierbaren Plattform aufsetzen, die sowohl in eine hybride Infrastruktur nahtlos integriert als auch von unserer jahrzehntelangen ­Erfahrung in der Finanz- und Versicherungsbranche profitiert.“

Denkt man an Cloud-Native-Systeme, wollen viele Verantwortliche fast instinktiv die notwendigen Ressourcen bei einem der amerikanischen Internetriesen ­mieten. Doch auch abgesehen von Datenschutzbedenken ist dies nicht ­unbedingt die richtige Lösung.

Stefan Keller, Chief Marketing Officer bei noris network

Mehr als ein Rechenzentrumsbetreiber

Von jeher sucht der 1993 gegründete Rechenzentrumsbetreiber noris network technische Optimierungspotenziale zu nutzen. Nicht von ungefähr gehören die beiden größten Rechenzentren des Unternehmens in Nürnberg und München zu den modernsten und energieeffizientesten Hochsicherheitsrechenzentren in Europa.  Die Entwicklung von Technologien, die den Cloud-Native-Ansatz fördern, ist das Ziel der Non-Profit-Organisation Cloud Native Computing Foundation (CNCF). Die CNCF setzt auf Open-Source-Software wie Docker und Kubernetes, um Anwendungen fit für einen Einsatz in der Cloud zu machen. noris network ist Mitglied der CNCF – neben Playern wie Amazon, Cisco, Dell, Fujitsu, Google, IBM, Microsoft, Red Hat, SAP oder VMware. 

Entwicklern von Cloud-basierten Lösungen gibt noris network mit seiner branchenorientierten PaaS-Lösung einen deutlichen Vorsprung: Sie können sofort auf einer hochskalierbaren Plattform aufsetzen, die sie nicht erst selbst aufbauen und betreiben müssen.