Wirtschaftskrise: Vertriebsstimmung auf dem Tiefpunkt

 
11.09.2009
 

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Die Studie AssCompact Trends III/2009 zeigt, dass die Finanz- und Wirtschaftskrise deutliche Spuren auf dem Markt der unabhängigen Vermittler hinterlassen hat. Die Vertriebsstimmung sinkt im Vergleich zum Vorquartal um 2,7 Prozentpunkte.

Trotzdem herrscht derzeit bei noch 63,3 Prozent der unabhängigen Vermittler Zufriedenheit, Motivation und Begeisterung in Sachen Vertrieb. Die aktuelle Studie der bbg Betriebsberatungs GmbH und SMARTcompagnie GmbH zeigt die Gründe auf. Vermittler, die positiv gestimmt sind, sehen in der derzeitigen Krise Vertriebspotential. Gerade für qualifizierte Berater seien enorme Chancen vorhanden. Gute Beratung werde sich durchsetzen. Negativ eingestellte Vermittler bemängeln unter anderem die schlechte Informationspolitik der Gesellschaften. Zudem sei das Vertrauen der Kunden in den Markt verloren.


Der Einfluss der Finanz- und Wirtschaftskrise auf die Vertriebsarbeit der Vermittler lässt sich nicht leugnen. Über die Hälfte der befragten Vermittler spüren die Krise: 49,2% sehen bis heute einen negativen, 10,7% aber einen positiven Einfluss der Krise auf ihren geschäftlichen Erfolg. Negativ wirkt sich die Krise besonders in den Geschäftsfeldern des Anlagebereichs aus. Aber auch die Vorsorge-Produkte der 3. Schicht (Leben, Renten, Fondssparpläne) sind stark betroffen. Nach Ansicht der großen Mehrheit der Vermittler (80%) werden langfristige und langlaufende Produkte am meisten unter der Krise leiden – staatlich geförderte Produkte weniger.


Die politischen Spitzen gegen die Vermittlerschaft haben scheinbar, jedenfalls aus Sicht der Vermittler, keinen negativen Einfluss auf das Bild des Vermittlers in der Öffentlichkeit. 40,6% sehen keine Veränderung gegenüber dem vergangen Jahr; 30,9% verspüren eine Verbesserung und 2,2% sind sogar der Ansicht, dass sich das Vermittlerbild absolut verbessert habe. Von einer Verschlechterung sprechen 28,5%.

mog