Honorarberatung: VEMA kritisiert Förderung

 
06.09.2010
 

In den letzten Monaten wurde immer wieder öffentlich darüber diskutiert, ob die Honorarberatung der einzige Weg sei, den Versicherungskunden objektive Versicherungsempfehlungen zu geben. Die drei Vorstände der VEMA Versicherungs-Makler-Genossenschaft e.G. sehen in dieser Ausrichtung keinerlei Chance, die Versorgung der Bevölkerung zu verbessern.

Schon heute kann jeder Verbraucher und Gewerbetreibende frei wählen, ob er direkt mit einem Versicherer abschließt, den Abschluss mit einem angestellten oder freiberuflichen Vermittler des Versicherers tätigt oder die Dienste eines Versicherungsmaklers nutzt. Natürlich kann er auch einen Honorarberater beauftragen.


„Es kann nicht sein, dass der Markt in Zukunft durch rund 100 Honorarberater dominiert wird“, so Hübner. „Dies ist eine Bevormundung des mündigen Bürgers.“ Zudem gingen in diesem Fall die Kosten für Beratung und Vermittlung – durch das Honorar der Berater – ausschließlich zu Lasten des Kunden und nicht mehr auf Kosten der profitierenden Versicherer.


„Eigentlich will man den Verbraucher schützen, bürdet ihm aber zusätzliche Kosten auf“, so Hübner weiter. Daher setzt die VEMA e.G. auch in Zukunft ausschließlich auf eine Leistungsvergütung durch die Versicherer und nicht durch die Versicherungsnehmer.


Aus Sicht der VEMA-Vorstände ist die Koexistenz der Versicherungsmakler und der Honorarberater auch in Zukunft auf dem Markt wichtig. Hübner: „So entscheidet der Kunde und letztendlich der Markt. Eine staatliche Förderung der Honorarberatung ist eine nicht zulässige Wettbewerbsverzerrung.“


jz