Naturkatastrophen: Marsh-Report prognostiziert steigende Prämien für 2012

 
03.02.2012
 

Für Unternehmen mit großen Naturkatastrophen- und Lieferkettenrisiken könnten die Versicherungsprämien im Jahr 2012 steigen. Dies zeigt der aktuelle Marsh Versicherungsmarkt-Report.

Erhebliche Verluste durch Naturkatastrophen und abnehmende Erträge aus den Finanzanlagen hätten viele Versicherer unter Druck gesetzt und jetzt erstmals auch zu Prämienerhöhungen gezwungen.

Für Sachversicherungen werde es im Einzelfall schwer sein, noch Prämiensenkungen zu erreichen, da die Versicherer 2012 weiter versuchen würden, höhere Preise oder eingeschränkte Limite für Unternehmen mit hohen Schäden oder großem Naturkatastrophenrisiko durchzusetzen.

Unternehmen mit guter Schadenhistorie, aussagekräftigen Risikodaten und geringer Naturkatastrophenexposition seien jedoch in der Lage, sich sowohl bei ihren Sach- wie auch den Haftpflichtversicherungen weiterhin sinkende Prämien zu sichern.

„Die Versicherer beleuchten Vertragsverlängerungen heute so intensiv wie seit zehn Jahren nicht mehr“, sagt Dr. Georg Bräuchle, Mitglied der Zentralen Geschäftsleitung von Marsh und verantwortlich für die Platzierung von Risiken auf den nationalen und internationalen Versicherungsmärkten.

„Obwohl wir erwarten, dass die Prämien insgesamt europaweit über das erste Halbjahr 2012 stabil bleiben, könnten die Versicherer aufgrund der Unsicherheit an den Finanzmärkten und anderer Marktfaktoren versuchen, die Versicherungspreise zu erhöhen.“

Den Report „Navigating the Risk and Insurance Landscape: Europe, Middle East and Africa Insurance Market Report 2012” können Sie hier herunterladen.

msw