Studie: Versicherer investieren ins Risikomanagement

 
23.01.2012
 

94 Prozent der Versicherer in Deutschland planen durch Solvency II Investitionen in die Prozesssteuerung für ihr Risikomanagement, so der aktuelle "Branchenkompass Versicherungen" von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.

Drei Viertel der Investoren wollen dabei die gesamte interne Organisation sowie die Prozesse innerhalb des eigenen Hauses an ihr Risikomanagementmodell anpassen. 58 Prozent der Entscheider, die in das Risikomanagement investieren, befürworten dabei ein Standardmodell für die Solvency-II-Organisation.

Knapp die Hälfte (43 Prozent) plant dagegen, intern ein eigenes System zu entwickeln und zu prüfen. Darüber hinaus halten 83 Prozent der Befragten eine Neugestaltung des Reporting- und Meldewesens für besonders wichtig. Ebenso bedeutsam ist den Investoren, die Bereitstellung von Daten für das Risikomodell zu etablieren und zu automatisieren.

"Um mit den neuen Anforderungen von Solvency II fertigzuwerden, brauchen viele Versicherer in jedem Fall verbesserte Informationssysteme", sagt Mark Hertting, Versicherungsexperte bei Steria Mummert Consulting. "Die eingesetzten Instrumente und Methoden müssen künftig schneller eine vollständige Sicht auf die finanzielle Lage des Versicherungsunternehmens liefern sowie die speziellen Risiken des Unternehmens messen können."

msw