Sophos Security Threat Report: Anzahl an infizierten Websites um das Dreifache gestiegen

 
15.12.2008
 

Die SophosLabs entdeckten 2008 durchschnittlich alle 4,5 Sekunden eine neue mit Schadcode infizierte Website, berichtet Sophos in seinem neuesten Security Threat Report. Im Jahr zuvor wurde nur alle 14 Sekunden eine neue infizierte Site registriert. In einem Ländervergleich zeigt der Bericht, wo 2008 die meisten Schadprogramme entdeckt wurden.

Die USA hosten die meisten Schadprogramme im Web (37 Prozent). China – im Jahr 2007 noch für mehr als 50 Prozent der Schadcodes verantwortlich – liegt 2008 mit 27,7 Prozent auf Platz zwei. In Deutschland wurden 2,3 Prozent der Web-basierten Schadprogramme gehostet. In der Schweiz lag der Anteil bei 0,1 Prozent, in Österreich bei unter 0,1 Prozent. Die größten Malware-Bedrohungen gingen dabei von SQL-Injection-Angriffen auf legitime Websites sowie von Scareware aus. Zudem stieg die Zahl an infizierten E-Mail-Attachments im Laufe des Jahres um das Fünffache. Bei 97 Prozent aller Geschäfts-E-Mails, die im Jahr 2008 empfangen wurden, handelte es sich um Spam. Im Sophos Security Threat Report finden sich die Ergebnisse zur Bedrohungslage der vergangenen zwölf Monate sowie die zu erwartenden Trends der Cyberkriminalität für 2009.
Der Bericht zeigt, dass zu den größten Bedrohungen 2008 Scareware-Websites zählten: Die von Online-Kriminellen programmierten und professionell wirkenden Internet-Seiten sind als Websites angeblich seröser Anti-Virus-Anbieter getarnt. Sie sollen Anwender glauben machen, ihre Rechner seien infiziert – in Wirklichkeit werden allerdings heimlich Schadprogramme auf die Computer geladen. Im Visier krimineller Hacker und Spammer standen zudem soziale Online-Netzwerke wie Facebook, wer-kennt-wen oder MySpace: Cyberkriminelle verschafften sich Zugang zu den Profilen ahnungsloser Nutzer und versendeten Spam-Mails und Malware über die Internet-Portale. Neben infizierten Websites nahm 2008 auch wieder die Zahl an infizierten Attachments zu, die massenweise per E-Mail verbreitet wurden. Die Schadprogramme waren überwiegend darauf programmiert, fremde Identitäten, Geld oder vertrauliche Geschäftsinformationen zu stehlen. Im Laufe des Jahres verfünffachte sich die Zahl an infizierten Dateianhängen. Weitere Informationen zum Security Threat Report gibt es unter sophos.de.

jtw

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