Eine ganzheitliche Virtualisierung der Server- und Storage-Landschaft auf Basis der bestehenden IT-Infrastruktur – so könnte man das Ergebnis der IT-Weichenstellung bei der Lippischen Landes-Brandversicherungsanstalt zusammenfassen. Eines der Kernelemente war dabei die Integration der beiden Server- und Storage-Virtualisierungslösungen von VMware und DataCore.
Hierbei setzt man in Detmold auf fünf PRIMERGY RX300 Server und zwei FibreCAT-SX80-Speichersysteme. Als Storage-Virtualisierungslösung wurde das SANmelody C des Softwareanbieters DataCore eingesetzt. Auf den beiden redundant ausgelegten Serversystemen realisiert die Windows-basierte Virtualisierungslösung SANmelody die Verteilung der Informationen aus dem Storage-Pool. Diese ist flexibel, einfach und jederzeit erweiterbar. Damit können auch künftige Virtualisierungslösungen in Detmold flexibel ergänzt werden.
Das Projekt
Hochverfügbarkeit sichern, IT-Adminstrationsaufwand und -kosten reduzieren: Der Regionalversicherer in Detmold hatte genau diese Ziele für seine 500 PC-Arbeitsplätze. Um den stetig steigenden Anforderungen der Fachabteilungen und der anspruchsvollen Applikationsvielfalt gerecht zu werden, sollte ein dynamisches und skalierbares Projekt via Virtualisierungslösungen realisiert werden. Auch die Virtualisierung der Server- und Storage-Umgebung galt es zu berücksichtigen. Mit Hilfe von fünf PRIMERGY-Servern RX300 wurde die Konsolidierung der Systemumgebung realisiert. Wichtige Aufgabe war es auch, die SAN-Erweiterung in die bestehende Serverlandschaft einzubinden. Dafür wurden die Server- und Storage-Virtualisierungslösungen von VMware und DataCore genutzt. Hier werden die Server- sowie die Speichersysteme mit einem Pooling-Konzept hinterlegt, welches eine größtmögliche und flexible Struktur sowie eine Erweiterbarkeit garantiert. Die physikalische Verknüpfung von Hardware mit der jeweiligen Applikation beziehungsweise der Daten wird demzufolge aufgelöst. Die Servervirtualisierungsschicht mit der VMware-VI3-Enterprise-Umgebung basiert auf einem Netzwerk von drei PRIMERGY Servern RX300 und bildet damit die virtuelle Plattform für die Applikationen. Über das SAN wird von dieser Virtualisierungsebene auf die Storage-Domain-Server zugegriffen, um die entsprechenden Daten und Informationen auf den Speichersystemen zu verwalten. Die beiden Storage-Domain-Server werden durch ein redundantes Switching-System mit den Speichersystemen im SAN verbunden. Dafür werden zwei PRIMERGY RX300 Server und zwei FibreCAT-SX80-Speichersysteme eingesetzt. Die Verwaltung der Speicherkapazitäten von 3,5 TB auf den FibreCAT-Modellen wird durch die Softwarelösung SANmelody von DataCore realisiert. Auf den beiden redundant ausgelegten Serversystemen realisiert die Windows-basierte Virtualisierungslösung SANmelody die Verteilung der Informationen auf dem Storage-Pool. Dieser kann technologisch jederzeit einfach und flexibel erweitert werden. Darüber hinaus lassen sich auch Recovery- und Backup-Prozesse innerhalb des SAN realisieren.
Die Erfolge
Die Weichen mit Virtualisierungslösungen in Richtung Zukunft gestellt – dieses Ziel hat der Regionalversicherer im ostwestfälischen Detmold geschafft. Die Virtualisierung der Server- und Storage-Umgebung ist bereits umgesetzt. Ein weiterer Entwicklungspunkt liegt im Ausbau der Speicherumgebung und damit bei den Kapazitäten im SAN-Umfeld. Dabei wird auch weiterhin der Konsolidierungsansatz intensiv verfolgt. Insgesamt ist man bei der Lippischen Landes-Brandversicherungsanstalt mehr als zufrieden mit den erreichten Erfolgen: Sowohl die Themenkonsolidierung der Serverlandschaft, Hochverfügbarkeit des Gesamtsystems, verbesserte Performance als auch Senkung des IT-Aufwandes wurden realisiert. Somit wurden die Weichen für die nächsten Ziele – ILM-Konzepte, E-Mail-Archivierung – bereits gestellt.
Info | Worauf es ankam
Herausforderungen
◆ Höhere Verfügbarkeit der IT-Systeme.
◆ Signifikante Reduzierung der Wartungskosten und des IT-Administrationsaufwandes.
◆ SAN-Erweiterung in vorhandene Serverlandschaft.
◆ Server- und Storage-Virtualisierung.
◆ Investitionsschutz.
Facts | Das System
Lösungsbausteine
E 3 PRIMERGY RX300 mit Intel Xeon Dual Core 5150 2,66 GHZ, 16 GB Memory und 2u73 GB SAS Disk.
◆ Virtualisierungslösung SANmelody von DataCore.
◆ 2 PRIMERGY RX300 mit Intel Xeon Dual Core 3,0 GHZ, 2 GB
Memory und 2u73 GB SAS Disk.
◆ 2 FibreCAT SX80 mit 32u146 GB SAS Disks.
◆ 2 Brocade Switch E200 FC
(4 GB/s) 16 Port.
◆ VMware VI3 Enterprise.
Effekt | Vorteile
Kundennutzen
◆ Einbindung einer SAN-Erweiterung in die vorhandene Serverlandschaft.
◆ Virtualisierung der Server-/
Storage-Landschaft.
◆ Schaffung einer dynamischen, flexiblen IT-Landschaft, die weitere Virtualisierungsziele ermöglicht.
◆ Geringerer administrativer Aufwand.
◆ Dauerhafte Reduzierung der
IT-Kosten.
◆ Hochverfügbarkeitslösung im Storage-Bereich.
◆ Realisierung von Backup- und Recovery-Prozessen innerhalb des SAN.
◆ Migration des Serverbetriebs im Onlinebetrieb.
Neu | PRIMERGY-Serverreihe debütiert auf der CeBIT
Modern, zuverlässig und ökonomisch
Wie Fujitsu Siemens Computers bekannt gab, will das Unternehmen auf der CeBIT die modernste und ökonomischste Serverreihe der gesamten Branche vorstellen. Kunden profitieren von den Verbesserungen aller Leistungs-, Verwaltungs- und Effizienzmerkmale. Die neue PRIMERGY-Reihe der Industrie-Standard-Server für das Dynamic Data Center wartet durchweg mit neuen Quad-Core-Prozessoren auf und zeichnet sich durch eine enorme Leistungsstärke aus und das selbst bei den Einstiegsgeräten. Weitere Verbesserungen umfassen erhöhte Speicherkapazitäten zur Virtualisierungsunterstützung, zusätzliche PCI-Steckplätze für eine höhere Systemausnutzung sowie eine standardisierte, gemeinsame Verwaltung auf SAS-RAID-Ebene, was eine größere Konsistenz beim Schutz von Live-Serverdaten sicherstellt.
Die Server bieten zudem beträchtliche Energieeinsparpotenziale. Die neuen Quad-Core-Prozessoren verringern den Stromverbrauch pro Prozessor, darüber hinaus kommen bei der neuen Serverreihe standardmäßig 2,5-Zoll-SAS-Festplatten zum Einsatz, die gegenüber herkömmlichen 3,5-Zoll-Festplatten Energieeinsparungen von 20 Prozent bringen.
Das neue, integrierte Servermanagement, das ebenfalls auf der CeBIT 2008 vorgestellt wird, erlaubt eine umfassende Fernwartung der PRIMERGY-Server, die über ein neues, spezifisches Service-LAN verfügen und eine ganzheitliche Energieüberwachung und verbesserte grafische Ausgabe gewährleisten. Optional steht eine Selbstdiagnosefunktion via ServerView Local Service Display zur Verfügung, um Fehler schnell und selbsständig zu beheben.
Zu den Highlights der neuen PRIMERGY-Reihe gehören:
◆ PRIMERGY RX600 S4 – dieser Rack-Server verfügt über bis zu vier Quad-Core-Prozessoren. Er stellt eine ausgezeichnete Anwendungs- und Datenbankplattform für Rechenzentren dar.
◆ PRIMERGY RX300 S4 – die ideale Lösung für Virtualisierungsaufgaben.
◆ PRIMERGY TX150 S6, TX200 S4 und TX300 S4 – die neue Generation der Tower-Server unterstützt nun Quad-Core-Prozessoren. Die ideale Wahl für Server einer Abteilung oder Zweigstelle, dank Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit zum günstigen Preis.
◆ PRIMERGY RX100 S5 – die fünfte Generation der ultradünnen RX100 Rack-Server bietet eine hohe Leistung und außergewöhnliche Systemverfügbarkeit zu den niedrigen Kosten eines Single-Socket-Servers. Dies macht ihn ideal für den Einsatz in einer Serverfarm.
◆ PRIMERGY RX200 S4 – der „große Bruder“ des RX100 ist ein voll ausgestatteter Rack-Server mit zwei Quad-Core-Prozessoren. Er eignet sich für Internet-, Präsentations- und Virtualisierungsaufgaben.
PRIMERGY-Server von Fujitsu Siemens Computers werden auf dem Intel-Stand in Pavillon 33 sowie im Public Sector Parc in Halle 9, Stand C60 zu sehen sein.