VEMA-Vorstände: Honorarberatung ist Irrweg

 
Heft 3/2010
 

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In den letzten Monaten wurde immer wieder öffentlich darüber diskutiert, ob die Honorarberatung der einzige Weg sei, den Versicherungskunden objektive und unverfälschte Versicherungsempfehlungen zu geben. Auch die Politik sieht in der Honorarberatung häufig die einzige Möglichkeit einer kundenorientierten Versicherungsmarktpolitik. Die drei Vorstände der VEMA Versicherungs-Makler-Genossenschaft e.G. sehen in dieser Ausrichtung keinerlei Chance, die Versorgung der Bevölkerung qualitativ und quantitativ zu verbessern. Vorstandsvorsitzender Hermann Hübner: „Die Hebel müssen aus unserer Sicht an ganz anderen Stellen angesetzt werden.“ Schon heute kann jeder Verbraucher und Gewerbetreibende frei wählen, ob er direkt mit einem Versicherer abschließt, den Abschluss mit einem angestellten oder freiberuflichen Vermittler des Versicherers tätigt oder die Dienste eines Versicherungsmaklers nutzt. Natürlich kann er auch einen Honorarberater beauftragen. „Es kann nicht sein, dass der Markt in Zukunft durch rund 100 Honorarberater dominiert wird“, so Hübner. „Dies ist eine Bevormundung des mündigen Bürgers.“ Zudem gingen in diesem Fall die Kosten für Beratung und Vermittlung ausschließlich zu Lasten des Kunden und nicht mehr auf Kosten der profitierenden Versicherer. „Eigentlich will man den Verbraucher schützen, bürdet ihm aber zusätzliche Kosten auf“, so Hübner weiter. Daher setzt die VEMA auch in Zukunft ausschließlich auf eine Leistungsvergütung durch die Versicherer.


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