Allein 2009 registrierte die polizeiliche Kriminalstatistik mehr als 100.000 Einbrüche in Gewerberäume. Dabei lassen sich Filialen und Firmendaten umfassend und ohne großen Aufwand vor ungebetenen Besuchern schützen. Unterstützung bieten hier spezialisierte Security-Dienstleister.
Diese analysieren die Situation vor Ort und erstellen ein individuelles Sicherheitskonzept. Servicetechniker setzen dieses anschließend um und integrieren die passenden Einbruch- und Brandmeldezentralen, Videolösungen, Zutrittskontrollsysteme und Flucht- und Rettungswegetechniken in die vorhandene technische Gebäudeausrüstung.
Ob Neuinstallation, Modernisierung oder Aufrüstung einer bestehenden Anlage – im täglichen Betrieb entstehen dadurch in der Regel keine Beeinträchtigungen. Denn die Techniker erledigen Arbeiten dann, wenn es keinen stört. Zum Service gehören meist auch regelmäßige Inspektionen und Wartungen, die für einen sicheren Betrieb der Anlage sorgen. Oft enthalten die Sicherheitspakete außerdem eine Anbindung an eine Leitstelle des Sicherheitsdienstleisters, die im Ernstfall die Polizei alarmiert.
Bis vor Kurzem wurde dafür überwiegend die ISDN-Leitung genutzt. Da heute jedoch immer mehr Unternehmen auf moderne Voice-over-IP-(VoIP-)Kommunikationsanlagen umrüsten, wird die Verbindung zur Leitstelle inzwischen häufig via Datenleitung und Internet Protocol (IP) hergestellt.
Probezeit vermeidet Fehler
Um die Zahl der Fehlalarme möglichst gering zu halten, starten neue Lösungen in der Regel zunächst mit einer Probezeit: In dieser Phase werden die Sensoren noch einmal fein justiert und die Mitarbeiter haben Gelegenheit, sich mit der neuen Anlage vertraut zu machen. So lassen sich Fehlalarme schon nach kurzer Zeit nahezu ausschließen.
Eine Komplettlösung für Einbruch- und Brandschutz bietet unter anderem die Telekom. Das Telekommunikationsunternehmen liefert neben der Gebäudesicherheitslösung auch gleich die ISDN-, Mobilfunk- oder Datennetzanschlüsse zur Anbindung an die eigene Leitstelle in Meschede. Besondere Sicherheit bietet dabei ein doppelter Anschluss: Neben der Festnetzverbindung dient eine zweite Leitung, meist die Mobilfunkanbindung, als Rückfalloption. Diese redundante Anbindung springt ein, falls das Festnetz gestört ist.
Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn ein ISDN-Verteiler, der sich außerhalb des gesicherten Bereichs befindet, durch Sabotage oder unabsichtlich außer Funktion gesetzt wurde. Solch eine Verbindungsunterbrechung führt immer zu einem technischen Alarm: Über die Mobilfunkverbindung ist die Leitstelle sofort informiert und kann Verantwortliche oder Techniker umgehend beauftragen, die Leitung zu überprüfen.
Kunde definiert den Notruf
Die Notruf-Zentrale der Telekom ist rund um die Uhr und an 365 Tagen im Jahr besetzt. Wer im Alarmfall in welcher Reihenfolge und auf welchem Wege benachrichtigt wird, legt der Kunde beim erstmaligen Aufschalten auf die Leitstelle selbst verbindlich fest. Entsprechend informiert die Zentrale die Polizei oder den Wachschutz und setzt Unternehmensverantwortliche, wie zum Beispiel den Geschäftsführer, von dem Vorfall in Kenntnis.
Die Leitstelle trägt die höchste Zertifizierung der VdS Schadenverhütung GmbH und erfüllt auch die neue und strengere europäische Norm EN 50518 für Alarmempfangsstellen. Auf Wunsch sichert die Telekom auch den Datenverkehr zwischen Standorten, Homeoffices und mobilen Mitarbeitern: Dabei werden die Firmendaten innerhalb eines virtuellen privaten Netzwerks (VPN) durch unterschiedliche Verschlüsselungsmethoden geschützt.
Was das Thema Sicherheit angeht, ist die Telekom übrigens selbst ihr bester Kunde: Das Unternehmen entwickelte für seine 800 Shops in Deutschland individuelle Konzepte, die das gesamte Spektrum der Gebäudesicherheit abdecken. Die Lösungen haben sich bereits mehrfach bewährt: In einigen Fällen wurden Einbruchversuche so schnell bemerkt, dass die Polizei innerhalb weniger Minuten den Tatort erreichen und die Täter dingfest machen konnte.