Editorial

SEPA kommt unaufhaltsam

 
Heft 3/2011
 
SEPA kommt unaufhaltsam
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Dipl.-Kfm. Erwin Ströbele, Chefredakteur

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Ganz gleich, ob es einem nun gefällt oder nicht: SEPA ist weder aufzuhalten noch auszusitzen. Die EU-Kommission hat es sich nun einmal zum Ziel gesetzt, mit der Single Euro Payments Area (SEPA) einen einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum zu schaffen, in welchem Überweisungen und Lastschriften genauso schnell und kostengünstig abzuwickeln sind wie im Inland. Für die deutsche Versicherungswirtschaft ist insbesondere das neue Lastschriftverfahren von großer Bedeutung. Denn laut GDV werden mehr als 70 Prozent des Beitragsinkasso mittels Lastschrift eingezogen.

Mit dem neuen Lastschriftverfahren ist ein grenzüberschreitender Transfer möglich. Dabei hat der Übergang von der Sicht- zur Terminlastschrift direkte Auswirkungen auf das Beitragsinkasso. Außerdem müssen bestehende Einzugsermächtigungen in Mandate überführt werden. Und spätestens hier wird das Ganze aufwendig und kompliziert.

Doch wehklagen hilft nicht: Das Ende des etablierten und kostengünstigen DTA-Formats ist beschlossen und wird in den nächsten Jahren umgesetzt. Daraus leiten sich für jede Versicherung unterschiedliche Handlungsfelder und direkte Umsetzungsanforderungen ab, wie der Ersatz von BLZ/Kontonummer durch BIC (Bank Identifier Code)/IBAN (International Bank Account Number) in allen betroffenen Systemen und Formularen, die Einführung und Übermittlung des Mandats und Beachtung der Umdeutungsrichtlinien von der Einzugsermächtigung zum Mandat und die Verarbeitung, der Empfang und die Übertragung von SEPA-Formaten. Darüber hinaus bietet es sich an, im Rahmen von SEPA-Projekten eine konzernweite Payment Factory und eine einheitliche, formatunabhängige Integrationsarchitektur einzuführen, um effektiver am Zahlungsverkehr teilnehmen zu können.

Eine Menge Arbeit, die manche Versicherungsgesellschaft an ihre Grenzen bringt. Professionelle Hilfe scheint also angesagt. Und die gibt es. Um Versicherungen den Weg zum SEPA-fähigen Unternehmen zu vereinfachen, hat beispielsweise IBM jetzt mehrere aus dem Bankenumfeld erprobte Lösungen für die Versicherungswirtschaft weiterentwickelt. Damit soll eine reibungslose Anpassung der Systeme möglich sein. Aber auch Zahlungsverkehrsspezialisten wie das in Bankenkreisen renommierte Unternehmen van den Berg bieten Lösungen an (siehe dazu auch unseren Beitrag ab Seite 8 dieser Ausgabe). Last, but not least offerieren bekannte Consulter wie BearingPoint oder CSC ihre Dienste in Sachen SEPA.

Alle Verantwortlichen für IT und Organisation in Versicherungen sind sicherlich gut beraten, das Thema SEPA schnell auf die Tagesordnung zu heben.

Ihr Erwin Ströbele

SEPA-Infos

 

Wer sich über die Umsetzung von SEPA in Versicherungen informieren will, findet zum Beispiel eine kleine Broschüre zum Downloaden auf dieser Webseite:

Branchenguide 2011
CallCenter for finance 2011
CallCenter Verband