10. SimCorp-Fachtagung für Versicherungen in Köln 2011.SimCorp, dänisches Unternehmen für Asset-Management-Software mit deutscher Niederlassung in Bad Homburg, konnte zur 10. Fachtagung für Versicherungen wiederum circa 150 Teilnehmer in Köln begrüßen. Auch in diesem Rahmen zeigt sich: Die aktuelle finanzpolitische Situation geht auch an der Assekuranz nicht spurlos vorbei.
Die Versicherungswirtschaft, die sich genügend branchenbezogenen Herausforderungen wie Wachstumsdefizit, Kostendruck und Regulierungswelle gegenübersieht, muss sich zwangsläufig mehr und mehr den – zeitkritischen – politischen Unwägbarkeiten stellen. Standen zunächst eher die Banken im Fokus der Krisen, so fällt die Interdependenz zwischen Versicherung und Bank immer stärker ins Gewicht.
Die Assekuranz ist über direkte Anlagen in Staatsanleihen von Krisenländern betroffen. Über die Hälfte der Anlagen von Versicherungsunternehmen sind über Banken getätigt. „Fallen die Banken“, prophezeit Herbert Fromme (Financial Times Deutschland), „fallen auch die Versicherungen.“ Der dauerhafte Niedrigzins stellt ein weiteres Problem dar. Schließlich rumort noch die Fragestellung: Was wird aus schätzungsweise 270.000 freien Versicherungsvertretern in Deutschland?
Kostensenkungsprogramme, vor allem das Personal betreffend, sind ein angewandtes Mittel. Der Internetverkauf verhilft zu neuem Schwung, doch notwendig sind neue Produkte, einfach und passend, so dass sie vom Kunden angenommen werden. Das Überleben in der Versicherungsbranche hängt insgesamt ab von den Faktoren: gute Reputation, robustes Geschäftsmodell, geeignete Informationstechnikstruktur und attraktive Produkte.
Das SimCorp-eigene „StrategyLab“ hat in diesem Zusammenhang jüngst drei neue Whitepaper veröffentlicht. Sie zeigen auf, wie die globale Investmentindustrie das Vertrauen wiederherstellen und zu Wachstum zurückfinden kann. Die separat verfügbaren Whitepaper betreffen die Marktsegmente Investmentfonds, Asset-Management und Versicherungen/ Pensionskassen.
Autor: Norbert Henkel