Versicherungen bieten ihren Kunden mit integrierten
Assistanceleistungen schnelle und unbürokratische Hilfe im Schadenfall. Wenn das Auto liegen bleibt, ein Wasserrohrbruch das Badezimmer unbrauchbar gemacht hat oder ein Krankenrücktransport aus dem Ausland erforderlich ist, stehen Kunden die Servicecenter der Versicherungen in vielen Fällen rund um die Uhr zur Verfügung.
Seit 1992 organisiert ÖRAG Service Hilfs- und Serviceleistungen für die Kunden der öffentlichen Versicherer in der Sparkassen-Finanzgruppe. In den Bereichen Medizin und Reise, Gesundheit und Pflege, Technik und Mobilität, Gebäude und Wohnen sowie Call & Services laufen die Telefondrähte zusammen. Die Mitarbeiter bei ÖRAG Service sind im 24-Stunden-Betrieb für die Kunden da und bewältigen rund eine Million Telefongespräche pro Jahr in über 20 Sprachen.
Schadenabwicklung rund um
die Uhr
„Aufgrund der Einstellung des Supports seitens IBM sowohl für Visual Age als auch für die Klassenbibliothek OCL bestanden hohe Wartungsrisiken für opus-3, so dass wir möglichst schnell eine zukunftsfähige Klassenbibliothek für die Graphical User Interfaces (GUIs) sowie die Entwicklungsumgebung einsetzen wollten“, erläutert Michael Britz, Abteilungsleiter IT-Anwendungen.
Risikominimierung dank Migration der Klassenbibliothek
Deshalb entschied ÖRAG Service zunächst, die Anwendung opus-3 mit Unterstützung von agentes auf Microsoft Visual Studio zu portieren. Ermöglicht wurde die Migration durch das Produkt M-OCL von agentes. M-OCL sorgt hierbei für eine Kostenoptimierung bei der Überführung von IBM Visual Age auf Microsoft Visual Studio. „Bereits in anderen Unternehmen der Sparkassenorganisation kam M-OCL von agentes erfolgreich zum Einsatz. Wir konnten uns bei unseren Verbundpartnern überzeugen, das agentes hier professionell mit einer hohen Qualität der Dienstleistung vorgeht. Dies war für uns der entscheidende Hinweis, die Migration unserer Anwendung mit agentes umzusetzen“, begründet Michael Britz die Entscheidung für den Einsatz von M-OCL.
„Wir wollen opus-3 fit für die Portierung der Architektur auf eine Java-basierte Plattform in einer .NET-Umgebung auf Clientseite machen. Ohne die Migration der Klassenbibliothek jedoch wäre die Umstellung des Architekturkonzepts zeitlich zu aufwändig gewesen. Deshalb haben wir uns für diesen Zwischenschritt mit M-OCL von agentes entschieden“, so Michael Britz weiter.
Migration mit umfangreichen Tests und „Big Bang“
Die Umsetzung wurde im Vorfeld zwischen agentes und ÖRAG Service abgestimmt. „Von großer Bedeutung war dabei sowohl die Qualität der Migration als auch die Schnelligkeit, um das Wartungsrisiko für ÖRAG Service schnellstmöglich zu beseitigen“, erläutert Michael Britz das Vorgehen. „Die Migration auf die neue Klassenbibliothek erfolgte in mehreren Phasen. So wurde zur Vorbereitung der Migration in Phase I eine Testumgebung für agentes mit einem opus-3-Server und -Client eingerichtet und eine Testdatenbank aufgebaut. In Phase II haben wir wichtige Voraussetzungen für die Migration der opus-3-Anwendung geschaffen. Zudem erfolgte in dieser Phase die Umstellung von opus-3 auf den Compiler Microsoft Visual Studio 2005“, so Martin Sielaff, Leiter Leistungscenter Stuttgart bei agentes.
„Eine besondere Herausforderung für das Projektmanagement war die zeitgleiche fachliche Weiterentwicklung von opus-3 in unserem Hause, denn zeitgleich hat das agentes-Team in Stuttgart die Migration durchgeführt“, beschreibt Michael Britz einen wichtigen Meilenstein des Projektes. Bereits in Phase II führte agentes umfangreiche Tests, Abgleiche mit der Originalsoftware sowie Fehlerbereinigungen an der „neuen“ Software durch. In Phase III des Projektes wurde die Anwendung wieder an die ÖRAG Service übergeben: „Wir haben die neuen fachlichen Komponenten aufgrund der von agentes gelieferten hohen Qualität der Migration problemlos integrieren können, letzte portierungsbedingte Fehler wurden von agentes bereinigt“, so Britz weiter.
Zur Einführung der „neuen“ opus-3-Software entschied sich ÖRAG Service für eine „weiche Umsetzung“. Dabei wurde auch ein kompletter Applikationstest durchgeführt und Testläufe mit Piloten an mehreren Arbeitsplätzen. Erst dann erfolgte im Rahmen eines „Big Bang“ die Umstellung aller Arbeitsplätze. Die Migration der mittlerweile 800.000 Quellcode-Zeilen erfolgte mit erstaunlich wenigen Fehlern: „Mit der Umstellung waren wir sehr zufrieden, denn es gab keine kritischen Fehler. Insgesamt war die Fehleranzahl sehr überschaubar, zumal wir parallel fachliche Change Requests eingeführt haben“, kommentiert Michael Britz.
„agentes hat für uns in etwa vier Monaten eine Anwendung in hoher Qualität migriert nicht zuletzt die Mitarbeiter in unserer Abteilung profitierten davon, denn nach der Migration konnte der Betrieb ganz normal weitergeführt werden. Besonders zufrieden waren wir mit der Schnelligkeit der Leistung, da wir einen sehr engen Zeitplan vorgesehen hatten, den es einzuhalten galt. Zudem haben wir nun die Voraussetzungen geschaffen, um opus-3 auf ein modernes und zukunftsfähiges Architekturkonzept zu überführen“, ist Michael Britz zufrieden mit dem Ergebnis der Migration.
Nach der reibungslosen Umstellung steht ÖRAG Service nun eine moderne Entwicklungsumgebung zur Verfügung und bestehende Wartungsrisiken wurden beseitigt.