Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, besteht neben der Möglichkeit, ein vorhandenes System gegen ein komplett neues Produkt auszutauschen, auch die Option, die bestehende Anwendung gemäß den gestellten Anforderungen anzupassen. Hierbei bedarf es einer ständigen Aktualisierung und Erweiterung der bestehenden Vertriebssysteme. Die Notwendigkeit, diese Vorgänge durch immer neue Prozessunterstützung zu fördern und zu vereinfachen, wird kein Ende nehmen.
In der Regel sind die Vertriebssysteme sehr tief in die Systemlandschaft der Versicherer integriert. Häufig werden aus anderen Systemen Daten benötigt und meistens sind die bestehenden Systeme in Abstimmung mit den individuellen Bedürfnissen des Anwenders programmiert und kontinuierlich erweitert worden.
Wird ein komplett neues System in Erwägung gezogen, so ist ein wichtiges Diskussionsthema die Frage: Online und/oder offline? Neben der Klärung einer möglichen Webfähigkeit besteht eine weitere Herausforderung in der Migration der Daten des alten Systems in eine neue Anwendung. Der Austausch des Komplettsystems gegen ein neues Produkt wird zudem dadurch erschwert, dass zukünftige IT-Projekte in „überschaubaren“ Größen abgewickelt werden sollen, indem schon vorzeitig ein Mehrwert entsteht, ohne dass der laufende Betrieb gestört wird. Diese Ansprüche gestalten einen Wechsel auf ein neues Vertriebssystem eher schwierig.
Sanfte Integration
Im Mittelpunkt der Lösung von GENEVA-ID stand die Anforderung, neue Prozesse in bestehende Anwendungen zu integrieren. Schnell entwickelte sich der Begriff der „sanften Integration“. Dieser Begriff umschreibt die sukzessive Einbindung der neu benötigten, vertrieblichen Geschäftsprozesse in die vorhandene Applikation. Um die Umsetzung dieser sanften Integration zu ermöglichen, entwickelte GENEVA-ID auf der Grundlage eines webfähigen Java-Frameworks eine technologische Plattform als Basis für eine fachliche und technische Modernisierung der bestehenden Anwendung. Dieser Weg stellt sicher, dass die getätigte Investition langfristig Bestand hat, da sie auf einer Technologie beruht, die auch in der Zukunft erweiterbar ist und technisch aktuell bleibt.
Gleichzeitig wird der Anforderung Rechnung getragen, zusätzliche Funktionen, wie etwa eine zusätzliche Beratung und Verkaufsunterstützung, bereitzustellen und unter Berücksichtigung der bestehenden Systeme „sanft“ zu integrieren.
Von Anfang an stand bei der Entwicklung der neuen Lösung nicht der Einsatz eines neuen, in sich geschlossenen Produkts im Fokus. Vielmehr wird sich auf die Konstruktion und Entwicklung einer Fertigungsstraße konzentriert, in der der Kunde aus einer Vielzahl möglicher Basisfunktionen, Prozesse und Softwarekomponenten wählen kann.
Bei der Definition der individuellen Lösung dienen zunächst Referenzprozesse der Identifikation kundenspezifischer Anforderungen. Hierdurch können die benötigten Funktionen bestimmt, die Frage nach den benötigten Geschäftsprozessen im Rahmen einer Online-/ Offlineanwendung beantwortet und die einzelnen Softwarekomponenten für eine Anwendung festgelegt werden. Der Weg entlang der Fertigungsstraße ist der Weg zu einem kundenindividuellen Vertriebssystem.
Vergleich mit der Automobilindustrie
Dieser Weg kann eine Erweiterung und Modernisierung der vorhandenen Kundenapplikation bedeuten oder aber die Zusammenstellung einer neuen Kundenanwendung aus den einzelnen ausgewählten Komponenten, die entlang der Fertigungsstraße zur Verfügung stehen.
Zur Veranschaulichung dieses Ablaufs bietet sich ein Vergleich mit der Automobilindustrie. Während der eine Kunde sein bestehendes Fahrzeug tunen möchte, benötigt ein anderer ein neues, aber individuelles Fahrzeug. In beiden Fällen bedient sich der Mechaniker der Komponenten aus den Regalen der Fertigungsstraße. Im ersten Fall, um das vorhandene Fahrzeug zu modernisieren und anzupassen; im zweiten Fall, um ein völlig neues, kundenindividuelles Fahrzeug zu bauen.
Bezogen auf die Modernisierung eines Vertriebssystems bedeutet dies: Im ersten Fall wird die bestehende Anwendung um IT-gesteuerte Vertriebsprozesse erweitert und modernisiert; im zweiten Fall eine komplette Neuentwicklung des Systems durchgeführt.
In beiden Fällen bestimmt jedoch der Kunde den Umfang und die Dauer dieses Vorgangs und legt fest, wann das neue System genutzt werden soll. Die Lösung von GENEVA-ID bietet die Möglichkeit, jederzeit neue Anforderungen zu integrieren.
Um den wachsenden Anforderungen des Versicherungsvertriebs an eine prozessgesteuerte Vertriebsunterstützung gerecht zu werden, bietet GENEVA-ID mit seiner Lösung die Möglichkeit auf der Basis einer webfähigen Technologie, bestehende Anwendungen um kundenspezifische Komponenten zu erweitern oder neue Systeme zusammenzustellen. Hierbei steht der Kunde im Vordergrund, der den Grad und das Tempo der Modernisierung seiner Vertriebsanwendung selbst bestimmt und seine Wettbewerbsfähigkeit sichert, ohne im laufenden Tagesgeschäft behindert zu werden.