Alles Richtung Standard?

 
Heft 2/2010
 
Alles Richtung Standard?
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Autor: Christian Schmitz ist
Senior Consultant Insurance Non-Life.
christian.schmitz@cirquent.de

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Cirquent,

SOA for Insurance.Die aktuellen Herausforderungen in der Assekuranz zu erforschen, ist eine
IT-Strategie, die zu höherer Flexibilität und Agilität integrierter IT-Systeme führt. Die Finanz- und
Wirtschaftskrise, ein immer schärfer werdender Wettbewerb und der daraus entstehende Kostendruck verlangen dies zugleich zu niedrigeren Kosten. Serviceorientierte Architekturen (SOA) haben das
Potenzial, diesen Herausforderungen gerecht zu werden.

Statt großer monolithischer Softwarekomponenten bestehen serviceorientierte Strukturen aus einer Vielzahl kleiner gekapselter Module (Services), die zu Geschäftsprozessen zusammenfügt (Orchestrierung) und parametrisiert werden können. Wegen des dynamischen Umfelds, in dem sich Versicherungsunternehmen befinden, muss die IT der Anforderung gerecht werden, sich ständig verändernde betriebswirtschaftliche Geschäftsprozesse entsprechend abbilden zu können. Mittels Orchestrierung und Parametrisierung können diese Änderungen bei serviceorientierten Architekturen mit wenig Aufwand nachgezogen werden.

Die Services können sich im lokalen Rechenzentrum des Versicherers befinden, wobei einzelne Services zusätzlich als Webservices über das Internet aufgerufen werden können. Im Rahmen von Software as a Service kann die SOA-Landschaft jedoch auch komplett extern betrieben und über das Internet aufgerufen werden.

Wie bei klassischer Software, die aus großen monolithischen Bausteinen besteht, müssen Versicherungsunternehmen auch im Rahmen von SOA abwägen, ob sie Individual- oder Standardsoftware einsetzen möchten, das heißt, ob sie die Services als Individualservices selbst entwickeln (lassen) oder ob eine fertige Lösung bestehend aus Standardservices eingeführt wird.

Die Vision einer von vielen Versicherern unterstützten Standardsoftware auf Basis einer serviceorientierten Architektur „standardSOA for Insurance“ stellt, sofern sie konsequent verfolgt wird, eine attraktive Antwort auf diese Frage dar. Einzelne Services der Softwarelandschaft können dabei zusätzlich durch kompatibel entwickelte Individualservices ausgetauscht werden, um einen zusätzlichen Differenzierungsbedarf der Versicherer individuell und flexibel zu berücksichtigen. Um „das Rad nicht jedes mal neu erfinden zu müssen“ und somit Kosten zu sparen, einigen sich die Versicherer hierbei auf eine gemeinsame Standardsoftware.

Umfrage zu SOA

Eine Umfrage zum Thema SOA in den IT-Abteilungen 20 deutscher Versicherungsunternehmen ergab, dass der historisch bedingte hohe Anteil an Individualsoftware auch heute noch dominiert. Darüber hinaus werden auch im Rahmen von SOA aus mehreren Gründen Individualservices derzeit favorisiert. Dies bringt gegenüber einer „standardSOA for Insurance“ jedoch diverse Nachteile mit sich, wobei der Kostenaspekt im Vordergrund steht: So müssen die Entwicklungskosten von einem Kunden allein getragen werden, was zwangsläufig zu Einsparungen vor allem im Bereich der Qualität und Dokumentation von Modifikationen führt. Dies hat wiederum hohe Wartungskosten zur Folge.

Am Ende der Lebensdauer kommen die Migrationskosten hinzu, die gerade bei den hohen Altdatenbeständen der Versicherungsbranche nicht zu vernachlässigen sind (Stichwort „Master Data Management“). All dies führt zu einem über die Jahre exponenziell steigenden Total Cost of Ownership (TCO) und zu einer ständig abnehmenden Flexibilität.

Dennoch hat Individualsoftware ihre Berechtigung, und zwar genau in den Bereichen, in denen der Standard keine ausreichende Individualisierung zur strategisch unerlässlichen Differenzierung bietet. Dies sind vor allem die kundennahen Bereiche wie Produktentwicklung, Vertrieb und die Leistungs- und Schadenabwicklung. Indem sich beide „Kontrahenten“ ergänzen, wird folglich das eigentliche Ziel erreicht, nämlich die optimale Unterstützung betriebswirtschaftlicher Prozesse.

Gegenüber einer herkömmlichen integrierten Standardsoftware bietet „standardSOA for Insurance“ eine Reihe von Vorteilen: Hervorzuheben ist die dynamische Adaptions- und Modulaustauschfähigeit auf granularer Ebene. Anders als bei EAI-Ansätzen (Enterprise Application Integration) ist die Flexibilität von Anfang an eingeplant, was unerwünschte und unerwartete Auswirkungen einer Modifikation auf andere Bereiche der Software schon bei der Entwicklung verhindert. Dies ermöglicht zum Beispiel den problemlosen Austausch einzelner Prozesse oder Funktionen im Rahmen von Business Process Management. Darüber hinaus wird die Datenkonsistenz bei Asynchronentwicklung sichergestellt, was ebenfalls die Flexibilität erhöht.

Semantische Standards

Die geforderte Flexibilität – auch über Grenzen der Versicherungsbranche hinaus – lässt sich nur durch strikt eingehaltene technsiche und fachliche Standards erzielen. Gerade Letzteres bereitet jedoch noch große Probleme, da es an branchenweiten – idealerweise branchenübergreifenden – semantischen Standards mangelt. SOA ist entgegen der Meinung einiger Experten nicht wie Lego. Es genügt nicht, wenn einzelne Bausteine technisch zusammenpassen. Denn bei rein technischer Kompatibilität der einzelnen Services können Fragen nach der Struktur und Bedeutung (Semantik) von Daten ohne inhaltliche Abstimmung alles andere als systemübergreifend einheitlich beantwortet werden. Weiterverarbeitung und integrierte maschinelle Auswertungen sind dann, wenn überhaupt, nur mit hohem Aufwand möglich. Semantische Standards können nur dann geschaffen werden, wenn die Versicherungsbranche kooperative Ansätze stärker als bisher verfolgt.

In Deutschland haben einige Initiativen und Produkte aus dem Erst- und Rückversicherungsumfeld diesen Weg bereits eingeschlagen: BiPRO e.V., ACORD, GDV eNorm, SAP for Insurance, FJA Life Factory, Oracle AIA etc. Ein Beispiel aus dem Ausland ist das japanische Life Insurance Network Center (LINC), das die Standardisierung über gemeinsames Outsourcing mit anderen Versicherungsunternehmen gewährleistet. Das branchenunabhängige Produkt für mittelständische Unternehmen SAP Business ByDesign kann als Vorreiter eines standardisierten SOA-Konzepts angesehen werden.

Um die Vison einer „standardSOA for
Insurance“ umzusetzen, mangelt es jedoch nach wie vor daran, dass sich viele Versicherer Initiativen zur Standardisierung zwar angeschlossen haben, diesen Weg aber aus verschiedenen Gründen noch nicht überzeugt verfolgen. Es handelt sich bei SOA in der Versicherungsbranche noch immer um eine eher IT-getriebene Diskussion; Standardisierung von fachlichen Services findet nach wie vor zu wenig statt.

Es gibt viele individuelle SOA-Initiativen, von denen einige erheblichen betriebswirtschaftlichen Nutzen generiert haben. Um jedoch eine möglichst hohe Flexibilität der SOA-Landschaft zu gewährleisten, muss bei der Entwicklung eine hohe Komplexität in Kauf genommen werden, die zudem mit hohen Kosten verbunden ist. Daher kann langfristig nur eine gemeinsam mit Wettbewerbern und Softwareherstellern entwickelte Branchenlösung eine ideale SOA-Landschaft gewährleisten: Die angestrebten vielfachen betriebswirtschaftlich sinnvollen Orchestrierungs- und Parametrisierungsmöglichkeiten werden integriert bereitgestellt. Nur gemeinsam ist die Vielfalt an Services zu erreichen, die letztendlich die zu Recht geforderte Individualisierung mit dem Ziel der Differenzierung von den Wettbewerbern sicherstellen wird. Auf diese Weise kann die IT den fachlichen Anforderungen dynamisch folgen und sich somit zu einem sehr bedeutenden strategischen Instrument der Versicherungsunternehmen entwickeln. Die hier dargestellte Vision kann nur ein langfristiges Ziel sein. Mittelfristig muss sich die vorhandene Software noch über Jahre amortisieren. Diese Zeit sollte genutzt werden, eine SOA-Standardsoftware für die Versicherungsbranche zu realisieren. Jetzt ist für die Versicherer der richtige Zeitpunkt, sich zusammenzufinden und entsprechende Zukunftsvisionen zu gestalten. Je größer die Gruppe der beteiligten Versicherer sein wird, desto größer wird der strategische Wettbewerbsvorteil gegenüber der restlichen Branche sein. Insbesondere gegenüber den Anbietern anderer Anlageformen, mit denen sich Versicherer im Zuge des Allfinanzgedankens in zunehmendem Maße messen müssen, kann die Versicherungswirtschaft einen strategischen Wettbewerbsvorteil erzielen. Gerade die aktuell schwierige Marktsituation macht letztendlich deutlich, dass man sich einen hohen Total Cost of Ownership in Verbindung mit mangelnder Flexibilität in Zukunft nicht mehr leisten können wird.

Contra: Argumente gegen Standardservices?

 

Die Versicherer nannten im Rahmen der Umfrage eine Reihe von sehr berechtigten Argumenten für die Nutzung von Individualsoftware und gegen die Nutzung von Standardsoftware oder Standardservices, die sich jedoch bei der Implementierung einer
„Standard-SOA for Insurance“ relativieren:

▷„Kosten der verfügbaren Standardservices stellen vor allem für kleinere Versicherungsunternehmen ein Problem dar.“

Der Total Cost of Ownership (TCO) einer Individualsoftware ist über die Laufzeit um ein Vielfaches höher als dies bei Standardsoftware der Fall ist.

▷„Standard-Services sind noch nicht in ausreichendem Umfang verfügbar bzw. entsprechen nicht den speziellen Anforderungen der einzelnen Versicherungsunternehmen.“

Die geringe Verfügbarkeit liegt an der geringen Nachfrage. Generell muss man sich unter Berücksichtigung der hohen Kosten einer Softwareentwicklung jeweils die Frage stellen, ob eine Funktion wirklich zur Erreichung der Geschäftsziele benötigt wird oder ob man sie nur gerne aus Gewohnheitsgründen im Neusystem wiederfinden möchte.

▷„Die einzelnen Versicherungsunternehmen möchten sich von ihren Wettbewerbern differenzieren und sich von diesen nicht in die Karten schauen lassen.“

Differenzierung und „Kopierschutz“ sind wegen der vielfältigen Orchestrierungs- und Parametrisierungsmöglichkeiten bei einer Standard-SOA-Landschaft durchaus gegeben. Des Weiteren stellt die lose Kopplung der Standardservices auch die Offenheit für Individualservices und damit den Austausch ganzer Prozesse sicher, sofern das jeweilige Versicherungsunternehmen hierbei die definierten Standards einhält. Individuelle Erweiterungen können gerade wegen der Kosteneinsparungen, die die Standardsoftware ermöglicht, in der notwendigen Qualität realisiert werden. Der Anteil der Individualservices sollte allerdings 20 Prozent der gesamten IT-Landschaft nicht übersteigen, da etwa 80 Prozent der Versicherungsprozesse in allen Unternehmen einer vergleichbaren Logik folgen und die Individualisierung wie bereits aufgeführt insbesondere über die Parametrisierung und Orchestrierung der Standardservices erzielt werden kann. Eine Differenzierung im Bereich der Kernkompetenzen eines Versicherers muss das Ziel bleiben, um strategische Wettbewerbsvorteile sicherzustellen. Die restlichen Prozesse werden in einer branchenweit unterstützten Standardsoftware effizienter abgebildet als in einer Individualsoftware. Grund hierfür ist, dass ein branchenweites Gremium mit Hilfe der Erfahrungswerte aus den Altsystemen vieler Versicherungsunternehmen von den vielfältigen Realisierungsmöglichkeiten die Beste auswählen kann. Ansonsten besteht immer die Gefahr, dass suboptimale Prozesse aus den Altsystemen in die neue Softwarelandschaft Einzug finden.

▷„Die Versicherungsunternehmen möchten sich nicht von externen Anbietern oder gar von ihren Wettbewerbern abhängig machen.“

Die bilateralen Abhängigkeiten der Versicherer untereinander erzeugen Synergieeffekte, die wiederum die Verhandlungsposition gegenüber externen Marktteilnehmern stärken. Dies entschärft die Problematik, dass Versicherungsunternehmen mit zunehmendem Alter ihrer IT-Systeme immer stärker von den Softwareherstellern abhängig werden. Die Beziehung beider Parteien zueinander dürfte sich folglich verbessern.

Umfrage: Die Ergebnisse

 

An der 2008 durchgeführten Umfrage haben 20 deutsche Versicherungsgesellschaften (Erst- und Rückversicherung) teilgenommen, wobei die Bandbreite von Kleinunternehmen über mittelständische Versicherer bis hin zu den größten deutschen Versicherungskonzernen reicht. Befragt wurden IT- und speziell SOA-Architekten sowie leitende Angestellte der IT-Abteilungen. Die Umfrage zeigt den jeweiligen Fortschritt der SOA-Projekte in der Versicherungsbranche. Dies sind die konsolidierten Ergebnisse aus den Frageblöcken, ergänzt um einige Schlussfolgerungen (weitere Auswertungen sind auf Anfrage anonymisiert erhältlich):

Fragenblock „Verwendung SOA“

Aus der Umfrage wird deutlich, dass die meisten großen Versicherungsunternehmen bereits SOA einsetzen bzw. erste SOA-Aktivitäten angestoßen haben. Kleinere Versicherer sind hingegen eher zurückhaltend oder planen nicht, in SOA zu investieren. Von 20 befragten Versicherungsunternehmen antworteten zwölf Unternehmen, dass sie SOA einsetzen. Diese zwölf Unternehmen beantworteten die folgenden Fragen.

Fragenblock „Ziele“

Interessanterweise wird die Integration verschiedener Anwendungen von vielen Versicherern nicht verfolgt, da nur gut die Hälfte der Befragten EAI klar als Ziel angegeben haben. Die Ziele, die IT-Strategie an der Unternehmensstrategie zur Unterstützung der Geschäftsprozesse auszurichten (Alignment), die Anwendungsfunktionalität zu flexibilisieren (Agilität/Flexibilität) und die Wartbarkeit zu verbessern, werden bis auf einige Ausnahmen von allen Befragten verfolgt. Auch die Wiederverwendbarkeit, eine automatisierte Prozesswelt, geringe Ausfälle und Fehleroptimierung, einheitliche Schnittstellen und entkoppelte IT-Landschaften gehören zu den verfolgten Zielen (teilweise oben enthalten).

Fragenblock „Technik/Umfang SOA“

Die Versicherungsunternehmen setzen auf verschiedenste, oftmals mehrere technische Plattformen:

▷IBM WebSphere, ESB, (MVS z/OS);

▷SAP NetWeaver;

▷Red Hat Enterprise Linux;

▷Apache Tomcat;

▷SUN Application Server;

▷Microsoft .NET/BizTalk;

▷Eclipse, Enterprise JavaBeans, JBoss.

SOA kommt in den verschiedensten Unternehmensbereichen zum Einsatz, wobei der Anteil an der gesamten IT-Landschaft noch eher gering ist. Dieser bewegt sich in einem Bereich zwischen 0 und 30 Prozent.

Der Zuschnitt der Services und die Domänenmodellierung erfolgen häufig anhand fachlicher Vorgaben:

▷gemäß Versicherungssparten,

▷differenziert nach Bestands- bzw. Schadenverwaltung,

▷differenziert nach interner und externer Wertschöpfung (Innendienst/Außendienst).

Selten erfolgen sie auch anhand technischer Vorgaben.

Der Anteil der Standardservices ist meist klein, wobei einige Webservices von mehreren Teilnehmern genannt wurden, allen voran der Webservice des GDV zur Verwaltung der „elektronischen Versicherungskarte“. Dies deshalb, weil es sich hierbei um eine gesetzliche Vorgabe handelt, bei der es keinen Individualisierungsbedarf der einzelnen Versicherer gibt. Die meisten Versicherer verwenden sowohl Basis-, Adapter- als auch prozesszentrierte Services.

Fragenblock „Vorgehensweise Implementierung“

Die Versicherer arbeiten, wenn sie ihre IT-Entwicklung nicht komplett inhouse betreiben, meist mit mehr als einem IT-Dienstleister zusammen. Der Zufriedenheitsgrad ist uneinheitlich, wobei – teilweise mit Verweis auf Solidaritätsgründe – der eigenen IT ein besseres Zeugnis ausgestellt wird als Fremdanbietern. Die meistgenannten verwendeten Vorgehensmodelle sind RUP, das V-Modell, CMMI und GSM. Probleme bei der Einführung einer SOA scheinen normal zu sein, da sie von fast allen befragten Versicherern genannt wurden. Hierbei belegen technische Probleme, Akzeptanzprobleme, Probleme bei der Prozessfindung und ein zu all-
umfassender oder zu groß angelegter SOA-Ansatz die vorderen Plätze.

Fragenblock „Zukunftspläne“

Die meisten Versicherer, die SOA jetzt schon einsetzen, planen, ihre diesbezüglichen Aktivitäten in Zukunft fortzusetzen und auf Unternehmensebene zu erweitern. Einige Befragte betonten hierbei, dass dies abhängig von immer wieder zu überprüfender fachlicher Notwendigkeit geschieht. Die Versicherer, die momentan nicht in SOA engagiert sind, planen dies bis auf eine Ausnahme auch nicht für die Zukunft.

Der Weg: In vier Phasen zum Erfolg

 

Der Weg: In vier Phasen zum Erfolg
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Quelle: cirquent

Wie aber kann es die Versicherungswirtschaft nun schaffen, den enormen Herausforderungen gerecht zu werden? Auf dem Weg zu einer Standard-SOA-Lösung für Versicherungen sind folgende vier Phasen zu meistern (siehe Grafik).

Vier-Phasen-Modell auf dem Weg zur konsequenten SOA-Strategie („standardSOA for Insurance“)

1. Bildung von Konglomeraten, um einen Branchenstandard zu definieren (Deutschland: Nationale oder internationale Konglomerate mehrerer Versicherungsunternehmen definieren zusammen mit dem GDV semantische und technische SOA-Standards.). Idealerweise werden auch weitere Branchen eingebunden, die sich in der Supply Chain befinden.

2. Auswahl großer SOA-erfahrener Entwicklungspartner und deren Branchenpartner zur Übernahme der Realisierung auf einer definierten Plattform (zum Beispiel SAP und diverse SAP-Partner mit Versicherungsschwerpunkt auf Basis NetWeaver) und Erstellung einer Servicebibliothek oder ein Enterprise Service Repository (ESR).

3. Sukzessive Überführung sinnvoller Funktionalitäten aus den Altsystemen in die bereitstehenden Services via Continuous System Engineering (CSE) und Anbindung an die verbleibenden Altsysteme mit Hilfe individueller und standardisierter Adapterservices.

4. Sukzessive Erweiterung der Servicebibliothek um zusätzliche Services, beispielsweise Webservices. Diese müssen alle definierten Standards erfüllen (SOA-Governance), um flexible und gleichzeitig einfache (Re-)Orchestrierungs- und (Re-)Parametrisierungsmöglichkeiten innerhalb der SOA-Landschaft sicherzustellen.

Quelle: Cirquent

 

Die Ergebnisse der Umfrage und weitere interessante Zusatzinformationen zu diesem Thema finden Sie auf unserer Homepage unter der Rubrik „Aktuelles Heft“:


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